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Zwiebel: Muffelnde Geheimwaffe gegen verstopfte Nase

Auf dem Steak, zwischen den Burgerbrötchen oder in einem griechischen Salat haben Zwiebeln durchaus ihre Berechtigung – im Schlafzimmer möchte man die muffelnden kleinen Knollen allerdings nach Möglichkeit nicht haben. Doch wer aufgrund einer Nasenschleimhautentzündung, der sogenannten Rhinitis, unter einer verstopften Nase leidet, sollte sich das noch einmal überlegen. Denn Zwiebeldämpfe lassen die Schleimhäute abschwellen, verdünnen festsitzenden Schleim und erleichtern so auf natürliche und sanfte Weise das Atmen.

Ursachen einer verstopften Nase
Eine zugeschwollene Nasenschleimhaut tritt nicht nur akut als unangenehme Begleiterscheinung bei Erkältungen auf. Sie kann auch durch verschiedene Allergien, den ständigen Gebrauch von Nasentropfen, eine Nasennebenhöhlen-Entzündung und durch staubige oder trockene Luft hervorgerufen werden.

Die Nasenschleimhaut reagiert gereizt, wenn sie von unerwünschten Eindringlingen wie Viren, Bakterien, Staub oder Allergene wie beispielsweise Pollen attackiert wird. Dann versucht das Immunsystem den Feind – oder bei Allergenen die Substanz, die der Körper für den Feind hält – mit Hilfe von wässrigem oder eitrigem Sekret loszuwerden. Bei der Abwehrreaktion schwellen die Schleimhäute in der Nase an. Dadurch gelangt wenig oder gar keine Luft durch die zugeschwollenen Nasenlöcher in die Lunge – wir müssen durch den Mund Luft holen. Um wieder durch die Nase atmen zu können, benötigt man ein sogenanntes „Dekongestionsmittel“, das die Schleimhaut zum Abschwellen bringt. Das kann ein Kopfdampfbad, eine heiße Hühnersuppe oder eine klein geschnittene Zwiebel sein.

Zwiebel – ein natürliches Heilmittel
Der klassische Schnupfen lässt sich ganz einfach mit Hilfe eines Hausmittels bekämpfen: der Zwiebel. Eine frisch aufgeschnittene Zwiebel dünstet das ätherischen Öl Allicin aus. Der scharfe Dampf sorgt durch seine antibakterielle, schleimlösende und stoffwechselanregende Wirkung dafür, dass die Nasenschleimhaut abschwillt und ein klares Sekret absondert. Die wässrige Flüssigkeit verdünnt den eitrigen Schleim, der die Atemwege verstopft – er kann nun ungehindert abfließen. Um diesen Vorgang zu unterstützen, empfiehlt es sich, die Trinkmenge auf etwa zwei Litern am Tag zu erhöhen.

Zwiebelsäckchen für nächtliches Aufatmen
Um in der Nacht durchatmen zu können, benötigt man eine Zwiebel. Diese hackt man in kleine Stücke. Damit der Zwiebelsaft und damit die heilenden ätherische Öle austreten und ihre heilende Wirkung entfalten können, werden die Zwiebelstückchen in einem Wasserbad auf Körpertemperatur erwärmt. Danach gibt man sie auf ein Geschirrtuch, bindet dies zu einem kleinen Säckchen und drückt es leicht zusammen. Auf den Nachttisch neben dem Kopfende des Bettes gelegt, hält das ätherische Öl der Zwiebel die verschnupfte Nase während des Schlafes frei.

Quercetin – die Geheimwaffe unterm Zwiebelhäutchen
Zwiebeln helfen nicht nur äußerlich angewendet bei gesundheitlichen Problemen. Auch als Speise bringen vor allem rote Zwiebeln durch ihre geballte Ladung an Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen das Immunsystem auf Trab. Zudem versteckt die unscheinbare Knolle mit dem Naturfarbstoff Quercetin eine Geheimwaffe gegen Allergien unter ihrem Häutchen und wirkt als ein natürliches Antihistaminikum.

Quercetin ist vor allem in den äußeren Ringen der Zwiebel enthalten. Er reguliert den Histaminspiegel im Blut, der bei allergischen Reaktionen drastisch ansteigt. Der Anstieg ist auf die Aufgabe des Histamins zurückzuführen: Es alarmiert die körpereigene Abwehr, wenn der Körper mit Substanzen in Kontakt kommt, die dieser als gefährlich einstuft. Die Substanzen können sich bereits in der Blutbahn befinden, das ist bei einer Lebensmittelunverträglichkeit der Fall, oder von außen eindringen, wie bei einer Pollenallergie. Bei Allergien ist die körpereigene Einordnung der Substanzen zwar falsch, das hindert den Organismus aber nicht daran, den Kampf gegen sie aufzunehmen – er reagiert über. Diese Überreraktion des Körper löst häufig Niesen, Schnupfen und Juckreiz aus.

 

Nützliche Links:
So bindet man ein Zwiebelsäckchen
Die oberen Atemwege
Mehr Infos zur Nasenschleimhautentzündung

Ruckedigu – ein Käsefuß ist im Schuh

Nach dem Spaziergang durch die verschneite Winterlandschaft einfach die Moonboots in die Ecke feuern, sich eine heiße Schokolade kochen und gemeinsam mit dem Liebsten vor dem Kamin kuscheln. Das Szenario könnte romantischer nicht sein – wären da nicht die Schweißfüße des Angebeteten, deren penetranter Geruch einem die Tränen in die Augen treibt.

Schwitzen ist gar nicht so schlecht
Schwitzen ist ein normaler und lebenswichtiger Vorgang, dessen Intensität über hormonelle Prozesse gesteuert wird. Die Aufgabe des Schweißes: Er legt sich auf die Haut und kühlt den erhitzten Körper herunter. Auf diese Weise wirkt er als temperaturregulierende Klimaanlage. Am meisten schwitzt der Körper dort, wo sich besonders viele Schweißdrüsen befinden. Das ist nicht nur unter den Achseln der Fall, sondern auch an der Stirn, den Handinnenflächen und den Fußsohlen. Schwitzt der Fuß jedoch unverhältnismäßig viel, ist das krankhaft. Dieser Vorgang im Zusammenhang mit erheblichem Schweißgeruch wird auch Bromhidrosis genannt.

Ursachen für Schweißfüße
Der käsige Geruch eines Schweißfußes entsteht, wenn zwei Gegner aufeinander treffen: Schweiß und Bakterien. Sobald der Schweiß aus den Schweißdrüsen austritt, stürzen sich die Bakterien, die auf der Hautoberfläche siedeln, auf die Flüssigkeit und zersetzen sie. Bis zu dem Moment, an dem der Schweiß auf die Bakterien trifft, ist er noch völlig geruchslos. Doch während des Zersetzungsprozesses wird Buttersäure frei und die verursacht einen sehr intensiven Geruch. Ist der Schweißfluss unter dem Fuß dann auch noch rege und stetig, dauert der geruchsverursachende Prozess an. Gleichzeitig kann der alte Schweiß nicht trocknen, weil die Füße in Socken und Schuhen stecken. Diese unterbinden eine Luftzirkulation und damit das Trocknen der verschwitzten Füße.

Wer unter Schweißfüßen leidet, kann sich in der Regel bei seinen Eltern bedanken, denn diese hormonell bedingte Veranlagung ist erblich bedingt. Zu allem Überfluss hilft gegen den störenden Fußgeruch die allmorgendliche Dusche allein nicht. Da müssen wirksamere Mittel her.

Botox, OP und Drogerieartikel als Behandlungsmöglichkeiten
Der gemeine Schweißfuß lässt sich durch unterschiedliche Arten Schachmatt setzen. Die aufwendigste und kostspieligste Methode ist eine Behandlung mit dem Nervengift Botox. Dieses legt die Nerven lahm legt und verhindert dadurch eine Aktivierung der Schweißdrüsen durch die Nerven. Ebenso wie eine OP, bei der die Schweißdrüsen entfernt werden, sollte diese Behandlungsmethode nur das letzte Mittel der Wahl sein.

Auch das gut bestückte Kosmetikregal des Drogeriemarktes hält einige Waffen im Kampf gegen den Stinkefuß bereit: Fußdeos sorgen durch den Wirkstoff Aluminiumchlorid dafür, dass sich die Poren verschließen. So kann kaum noch Schweiß austreten. Deos, die nicht antitranspirierend, sondern aufgrund ihrer Duftstoffe geruchsüberdeckend wirken, enthalten in der Regel Alkohol. Dieser tötet die geruchsbildenden Bakterien ab und hemmt so ihre Vermehrung. Auf dieselbe Weise nehmen antibakterielle Fußcremes den übereifrigen Mikroorganismen den Wind aus den Segeln. Doch chemische Mittel greifen nicht nur Bakterien, sondern auch die Haut an. Gut, dass es auch einen natürlichen Weg gibt, dem Schweiß die Stirn zu bieten.

Natürliche Hilfe gegen den Käsefuß
Die Natur hat es wieder einmal gut mit uns Menschen gemeint. Sie stellt uns Pflanzen und Bäume zur Verfügung, die schweißabsorbierend oder schweißregulierend wirken. So verschaffen neben speziellen Schuheinlagen aus Zedernholz, die den Schweiß aufnehmen und gleichzeitig antibakteriell wirken, regelmäßige Fußbäder mit Eichenrinde dem geruchgeplagten Fußbesitzer etwas Ruhe. Verantwortlich für die schweißreduzierende Wirkung der Eichenrinde ist der hohen Anteil an Gerbstoffen. Ein- bis zweimal am Tag die Füße für etwa eine viertel Stunde hineingehalten und – voilà – der Schweißgeruch verduftet.

Tipps zur Schweißregulierung
Um die Schweißproduktion der Füße nicht auch noch anzuheizen, sollte man folgende Dinge meiden:

  • Luftundurchlässige oder enge Schuhe sind wie eine Sauna für die Füße. Entsprechend rege ist der Schweißfluss. Eine regelmäßige Desinfektion der Schuhe sorgt dafür, dass sie Bakterien sich hier nicht häuslich niederlassen.
  • Socken und Strümpfe aus chemischen Fasern sind nicht atmungsaktiv. Dünne Baumwollsocken nehmen Schweiß am besten auf.
  • Nikotin, scharfe Gewürze und zu viel Koffein kurbeln die Schweißproduktion an. Stattdessen viel Salbeitee trinken. Dieser hemmt die Produktion von Schweiß.
  • Füße morgens und abends waschen und gründlich – inklusive Zehenzwischenräume – abtrocknen. So wird der übel riechende, bereits getrocknete Schweiß entfernt und die Bildung der Bakterien gehemmt.

Nützliche Links

Infos zur Zedernholz-Sohle
Zubereitung Eichenrinden-Fußbad
Richtige Anwendung von Antitranspirantien

Ätherische Öle gegen Mundgeruch – So klappt’s auch mit der Nachbarin

Die Sonne versinkt glutrot im Meer, im Hintergrund fiedelt das Geigen-Quintett gegen das Zirpen der Grillen an und vor Ihnen kniet der Liebste: den Arm voll Rosen und in der ausgestreckten Hand einen sehr ansehnlichen Diamantklunker. Ergriffen haucht er seinen Heiratsantrag herüber und – puff – ist die romantische Stimmung verflogen. Der Stimmungskiller ist schnell identifiziert: Mundgeruch! Dabei ist es gar nicht so schwierig, für frischen Atem zu sorgen, wenn man sich in Omas gut sortierten Kräuterbeet auskennt.

Pasta, Bürste und Seide: Die drei Musketiere im Kampf gegen Mundgeruch
Wer einen schlechten Geschmack im Mund hat, wirft schnell eine Lutschpastillen oder ein Kaugummi ein. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt. Leider nein! Zwar überdecken die frisch riechenden Inhaltsstoffe den unangenehmen Geruch zeitweise, die Ursache des Mundgeruchs ist damit allerdings nicht behoben. In den meisten Fällen stecken hinter üblen Atem – in Fachkreisen auch liebevoll als „Mundgulli“ bezeichnet – ungepflegte Zähne.

Wie uns schon eine ganze Parade Zahnarztfrauen in zahlreichen Werbespots ans Herz gelegt hat: Zahnpflege ist wichtig, auch in den Zahnzwischenräumen. Lagert sich ein Belag aus Essensresten auf den Zähnen oder der Zunge ab, bildet er einen optimalen Nährboden für Bakterien. Die unwillkommenen Gäste scheiden unter anderem Schwefel-Verbindungen aus – und die riechen unangenehm. Insbesondere eiweißhaltige Speisen wie Milch, Eier, Fisch und Fleisch sind ein gefundenen Fressen für die Keime. Wer sich mit Zahnbürste, Zahnpasta, Zungenschaber und Zahnseide bewaffnet zweimal täglich der Zahnhygiene widmet, kann den Bakterien jedoch ganz einfach den Lebensraum entziehen.

Ätherische Öle gegen Mundgeruch
Wer statt des zuckerhaltigen Kaugummis dem Körper mit dem Frischekick für den Atem auch ein paar Mineralien und Vitamine spendieren will, der sollte sich in Omas Kräuterbeet umsehen. Hier finden sich unter Garantie ein paar Pflanzen, deren antiseptisch wirkenden ätherische Öle dem Treiben der Bakterien Einhalt gebieten. Dazu gehören unter anderem Petersilie, Fenchel, Kamille, Salbei, Thymina, Rosmarien, Nelken und Ingwer. Auch der Saft der Zitrone hält den Atem frisch, doch dieser wirkt auf einer anderen Weise: Er regt den Speichelfluss an.

Weitere Ursachen von schlechtem Atem
Speichel wirkt ebenso wie Kräuter und regelmäßige Zahnhygiene bakterienhemmend und ist damit der natürliche Feind des Mundgeruchs. Die in der Zitrone enthaltene Säure regt den Speichelfluss an und verhindert so, dass sich die Keime ungehindert im Mundraum ausbreiten. Auch vermehrtes Trinken von zuckerfreien Getränken wie Wasser oder ungesüßten Kräutertees wirkt sich positiv auf die Qualität des Atems aus.

Neben einem trockenen Mund gibt es noch weitere Ursachen für Mundgeruch:

•    Parodontitis
•    Karies
•    Zahnfleischentzündungen
•    Zahnstein
•    Tabak
•    entzündete Mandeln
•    Knoblauch
•    Alkohol
•    Nierenerkrankungen
•    Diabetes

So ein Quark – wie ein mageres Milchprodukt Schmerzen lindert

Quarkwickel helfen bei Prellungen des Knies, Entzündungen nach Operationen, Halsschmerzen und Bronchitis. Das wusste auch Oma schon. Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen empfehlen es noch heute. Doch warum? Und wie lege ich sie an? Ein Erfahrungsbericht.

Das jüngst operierte Knie schmerzte und gewann trotz Kühlkissen zusehends an Umfang. Kein Wunder, zwei Stunden saß ich nun schon als Parkhauswächter im Kabuff am Ausgang und hatte mich genau keinen Zentimeter bewegt. Wenn das die nächsten zwei Stunden so weitergeht, fliege ich mit meinem Bein als Ballon auf und davon. Was hatte der Arzt – immerhin eine Chirugie-Ikone  – bei der letzten Kontrolle noch geschwafelt? Ich solle mein Knie mit Magerquark kühlen, das hemme die Entzündung?  So ein Käse, war mein erster Gedanke gewesen. Spät am Abend jedoch wich die Skepsis den Schmerzen und ich befolgte seinen Rat:

So macht man einen kalten Quarkwickel für das Knie

  • Den kalten Magerquark mit einem Messer auf beide Seiten eines Handtuches streichen.
  • Das Tuch auf die betroffene Körperpartie packen.
  • Eine Plastikfolie darüber legen, damit es nicht schmiert.
  • Die Folie mit einem Tape befestigen.

Das war 1998 und es half. Die Kühlung zog sofort spürbar tief ins Gelenk und die Schwellung ging merklich zurück. Ich weiß nicht mehr, wann ich den Quarkwickel abnahm, die Wirkung ließ jedoch bald nach und der Quark war nach einer halben Stunde schnell getrocknet. Generell gilt dies auch als zeitliche Begrenzung für Quarkwickel. Nur bei Entzündungen sollte man aufpassen, eine Anwendungsdauer von 15 – 20 Minuten nicht zu übersteigen.

Zur Anwendung gibt es jedoch unterschiedliche Meinungen. Viele empfehlen das einseitige Bestreichen inklusive Stoffschicht zwischen Haut und Quark. Ich erinnere mich, dass mein Arzt das beidseitige Quarkverteilen und das direkte Auflegen empfohlen hatte, damit die anziehende Wirkung noch verstärkt wird. Problem: Man saut noch mehr rum und bekommt den Quark später schlecht ab. Hier sollte man für sich erst einmal vorsichtig die Varianten antesten.

Doch eine Frage bleibt natürlich: Warum wirkt Speisequark so gut?

Deshalb wirkt ein kalter Quarkwickel
Wissenschaftlich wurde die Wirksamkeit von Wickeln wenig untersucht. Genügend Anwendererfahrungen sind jedoch vorhanden. Die einen halten das phosphorhaltige Casein im Quark für den Grund. Casein ist in der Milch der wichtigste Eiweißbestandteil der Milch. Es soll den Stoffwechsel anheizen und eine aufsaugende Wirkung besitzen.  Andere schreiben den Milchsäurebakterien im Quark den Erfolg zu. Sie können Schleim verflüssigen und Entzündungsstoffe hemmen.

Die feuchte Kälte wirkt kühlend, schmerzlindernd und abschwellend. Bei entzündlichen Vorgängen wird durch den Quark die Wärme abgeleitet und die Schmerzempfindung herabgesetzt. . Wenn der Quark eingetrocknet ist, wird die Durchblutung angeregt.

Die Vorteile eines Wickels aus Magerquark

  • gibt es in jedem Supermarkt in rauen Mengen
  • kostet im Vergleich zu Salben oder Tabletten nur einen Bruchteil
  • Nebenwirkungen oder Hautreizungen sind sehr selten
  • Durch die angenehme Kühlung wird neben Körper auch der Geist stimuliert.

Der warme Quarkwickel
Körperwarm hilft der Wickel bei Husten, Bronchitis, Halsschmerzen oder Heiserkeit. Eine sehr gute Anleitung zum Anlegen gibt es hier.

Quarkwickel – helfen auch in der Beziehung
Viele Jahre nach der Kniekühlung im Parkhaus empfahl ich meiner Freundin einen Quarkwickel für die starke Stauchung ihrer Hand. Nach anfänglicher Skepsis, woher ich denn solche Tricks kennen würde, probierte sie den Quark aus. Heute schwingt sie den Staubwedel besser als je zuvor.

Anmerkung: Quarkwickel sollten nicht bei verschmutzten Verletzungen (z.B. Schürfwunden) oder offenen Wunden angewendet werden.

Blasenentzündung: Hoch die Tassen wenn’s piekst und brennt

Die Koffer sind gepackt, die wenig entzückte Nachbarin ist zum Thema Briefkastenentleerung und Blumengießen ausgiebig gebrieft und der Besuch beim Friseur steigert die Chancen auf einen Urlaub mit nur wenigen Bad Hair Days. Eigentlich kann es ab auf die Autobahn in Richtung Florenz gehen, doch dann walzen die Vorboten einer bösen Blasenentzündung die Urlaubseuphorie nieder: ständiger Harndrang, Schmerzen im Unterleib und Beschwerden beim Wasserlassen. Jetzt heißt es wohl „arrivederci Florenz“, oder? – Nicht unbedingt, denn natürlich wächst auch dagegen ein natürliches Mittelchen in Omas Gemüsegarten.

Ursachen einer Blasenentzündung
Der brennende Schmerz beim Wasserlassen und der erhöhte Harndrang mit nur wenig Abgabe von Urin entsteht, wenn die ableitenden Harnwege – also Harnblase und Harnröhre – von Bakterien befallen sind. Diese setzen sich an der Schleimhaut fest und verursachen hier Entzündungen. Vor allem Frauen leiden unter Harnwegsinfektionen (auch Blasenkatarrh genannt), da ihre Harnröhre – und damit der Weg der aufsteigenden Bakterien zur Harnblase – kürzer ist als die Harnröhre des Mannes.

Bei leichten Reizungen der Blase verschaffen einige Naturheilmittel schnell Linderung. Anders sieht es allerdings aus, wenn Fieber, Schüttelfrost sowie Eiter oder Blut im Urin auftreten. Dann kann nur der Arzt eine Ausweitung des Blasenkatarrhs zu einer Nierenbeckenentzündung aufhalten.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Blasenentzündungen
Wer sich die Italienreise nicht von einer schnöden Blasenentzündung vermiesen lassen möchte, der kann bereits einige Wochen vorher Gegenmaßnahmen ergreifen: der Griff zur Wasserflasche oder dem Teebeutel stehen hier ganz oben auf der To-Do-Liste. Schließlicht sorgt eine hohe Trinkmengen dafür, dass die Harnwege kräftig durchgespült werden und mit dem Urin auch unerwünschte Bakterien in der Kanalisation verschwinden. Nicht gerade köstlich, dafür aber wirksam gegen Blasenentzündung sind übrigens Cramberrys. Regelmäßig als Saft oder in Tablettenform eingenommen, verhindern sie, dass sich Keime in den Harnwegen fröhlich vermehren.

Des weiteren ist beim Toilettenbesuch ein Mindestmaß an technischer Geschicklichkeit von Vorteil, um das Eindringen von Darmkeimen in den Organismus zu verhindern: Bei größeren Vorhaben auf dem stillen Örtchen sollte das Toilettenpapier in einer Wischbewegung von vorne nach hinten eingesetzt werden. Andernfalls geraten schnell Bakterien aus dem Darm in die Harnröhre und gehen auf Wanderschaft in die Harnblase.

Hausmittel als Keimkiller
Um eine Blasenentzündung abklingen zu lassen, müssen im ersten Schritt die Bakterien über die Klinge springen. Dies gelingt auf zwei Wegen: ausspülen und abtöten. Um die entzündeten unteren Harnwege ständig durchzuspülen und die Keime auszuschwemmen, muss die Trinkmenge erheblich gesteigert werden. Empfohlen wird eine Flüssigkeitszufuhr von drei bis vier Litern am Tag. Hierfür eignen sich vor allem stilles Wasser und Tees aus harntreibenden Heilpflanzen wie Wacholder, Brennnessel oder Zinnkraut. Sie verstärken den Durchspüleffekt zusätzlich.

Die Vermehrung der Keime stoppt man am besten mit antibakteriellen – also Bakterien abtötenden – Stoffen. Dazu gehören in erster Linie Bärentraubenblätter. Als Tee getrunken oder in Tablettenform eingenommen, wirken sie entzündungshemmend und sorgen dafür, dass die Reizung abklingt. Wärme lindert währenddessen den brennenden Schmerz im Unterleib und entkrampft ihn. Diese kann entweder durch eine Wärmflasche oder ein heißes Voll- oder Sitzbad zugeführt werden. Auch an den Füßen sollten keine arktischen Temperaturen herrschen. Dicke Wollsocken gehören deshalb bei einem Blasenkatarrh zum Pflichtprogramm. Andernfalls wird das Immunsystem geschwächt und das wirkt sich negativ auf den Heilungsprozess aus.

Dont’s bei Harnwegsinfektionen
Wer zu Blasenentzündungen neigt, sollte folgende Dinge meiden, um Bakterien kein Eldorado zu bieten, das Immunsystem zu schwächen oder die Schleimhäute zusätzlich zu reizen:

  • Unterdrücken des Harndrangs
  • Slipeinlagen
  • Einsatz von chemische Imtimsprays oder Seifen
  • nasse Kleidung
  • auf kalten Steinen sitzen
  • Salz und scharfe Gewürze
  • Kaffee oder schwarzer Tee

Sodbrennen: Brandlöscher aus Omas Gemüsebeet

Draußen gießt es in Strömen, der Himmel ist grau und es gibt nichts auf der Welt, für das man seinen muckeligen Platz unter der Wolldecke auf dem Sofa aufgeben würde. Wirklich gar nichts? Na gut, um Chips und Schokoprinten aus dem Schrank zu holen, reicht der Elan gerade noch aus. Am Fuße der Chipstüte angekommen dann das böse Erwachen: Es brennt in der Speiseröhre bis in den Rachen hinauf – und das nicht zu knapp. Der Magen rächt sich für die überfallartige Megaladung fettigem Naschkram mit schmerzhaften Sodbrennen. Das passt jetzt wirklich überhaupt nicht in den Tagesplan, denn – oh Schreck – dagegen hilft am besten ein Spaziergang an der frischen Luft. Wer nun weiter in der Waagerechten lümmelt, der begünstigt den Rückfluss der salzsäurehaltigen Verdauungssäfte aus dem Magen in die Speiseröhre nur noch mehr.

Schuld an der misslichen Lage ist ein ringförmiger Muskel, der sich im Übergang von der Speiseröhre zum Magen befindet und diesen verschließt: der sogenannte Pförtner. Meldet der sich krank oder ist mit dem Arbeitsaufkommen überfordert, schließt er nicht mehr richtig und die ätzende Magensäure kann ungehindert in die Speiseröhre zurückfließen.

Erster Schritt zur Besserung: Essverhalten ändern
Ist der Verdauungsablauf erst einmal aus dem Tritt geraten, ist Schluss mit übermäßigem Schlemmen, Süßigkeiten, Alkohol, Zitrusfrüchten, Nikotin, Kaffee und fetten oder scharfen Speisen. Sie reizen den Magen weiter oder zwingen ihn zu Höchstleistungen. Bei anspruchsvollen Verdauungsprozessen, die der Verzehr von fettigem Essen oder Süßigkeiten nach sich zieht, produziert er vermehrt Säure; Nikotin und Kaffee lassen hingegen den Pförtner erschlaffen und Zitrusfrüchte sorgen mit ihrem hohen Säuregehalt für eine zusätzliche Reizung der angegriffenen Schleimhaut der Speiseröhre. All diese Speisen sorgen auf ihre Weise dafür, dass das Sodbrennen nicht abklingt – mit etwas Pech sogar an Intensität zunimmt. Tritt Sodbrennen regelmäßig auf, kann sich auch die Speiseröhre durch den ständigen Säureangriff entzündet. Dann ist auf jeden Fall ein Arztbesuch sinnvoll. Dieser verschreibt ein säureregulierendes Medikament.

Natürliche Säurebinder aus Omas Garten
Nicht nur die Chemiekeule neutralisiert bzw. bindet Magensäure und lässt das Sodbrennen abklingen, auch Brandlöscher aus der Natur schaffen bei leichten Problemen Abhilfe. Erste Hilfe leistet stilles, warmes Wasser. In kleinen Schlucken getrunken, verdünnt es bereits die Magensäure und verringert die Konzentration der ätzenden Säure, die die Speiseröhre angreift. Stärke und Mineralien binden hingegen die Säure im Magen und besänftigen ihn auf diese Weise. In großen Mengen ist Stärke in Kartoffeln, Erbsen, Sonnenblumen- oder Kürbiskernen und Bananen enthalten, Heilerde bindet die Säure durch ihren hohen Anteil an Mineralien und Spurenelementen. Es ist übrigens ein Irrglaube, dass Milch gegen Sodbrennen hilft. Im Gegenteil: Sie wirkt sich zwar kurzfristig beruhigend auf die brennende Speiseröhre aus, sorgt im Magen aber letztendlich dafür, dass vermehrt Säure gebildet wird.

Während des Essens sollten Sie außerdem darauf achten, die Speisen nur in kleinen Bissen und gut gekaut herunterzuschlucken. So können die im Speichel enthaltenden Enzyme bereits erste Zersetzungsarbeit leisten und dem Magen Verdauungsarbeit abnehmen.

Weitere Ursachen für Sodbrennen
Nicht nur das Essverhalten, auch die allgemeine körperliche Konstitution kann Sodbrennen begünstigen. Häufig davon betroffen sind unter anderem:

  • Schwangere
  • Menschen mit Reizmagen
  • Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten
  • Menschen mit Übergewicht

Winterblues: Dagegen ist ein Kraut gewachsen

Horrorszenario im Herbst: Die Business-Präsentation ist gründlich in die Hose gegangen, Kollegin Hast-Du-Schon-Gehört posaunt die Niederlage voller Wonne im gesamten Unternehmen herum und der Chef hat für den nächsten Tag ein intimes Treffen in seinem Büro anberaumt – nur er, Sie und Ihr Arbeitsvertrag. Abends stellen Sie dann auch noch fest, dass der Göttergatte Ihr Geheimversteck hinter der Enzyklopädie aufgespürt und sich den gesamten Notvorrat Schokoloade einverleibt hat. Keine Frage: Mit dieser Unverfrorenheit hat er das Ticket für eine Nacht auf der Couch gelöst – und dafür kann er sich nicht nur bei Ihrem Chef und der geschätzten Kollegin bedanken, sondern auch bei der dunklen Jahreszeit. Die ist nämlich für beides mit verantwortlich: für das Stimmungstief und den Janker auf Süßigkeiten.

Ausgelöst wird die Melancholie während der Herbst- und Wintermonate vor allem durch den Lichtmangel, der sich durch die kürzer werdenden Tage einstellt. Dieser sorgt dafür, dass sich der Hormonhaushalt umstellt: Das Sonnenlicht regt die Bildung des Gute-Laune-Hormons Serotonin an. Sobald die Tage kürzer werden, fährt der Körper die Produktion zurück und heizt stattdessen die Produktion des Schlafhormons Melatonin an. Während der Hormonumstellung fahren die Gefühle häufig Achterbahn. Doch dagegen ist ein Kraut gewachsen: das  Johanneskraut.

Johanneskraut knipst die gute Laune wieder an
Das  Johanneskrautgewächs erkennt man an seinen sonnengelben Blüten. Es gilt gemeinhin als natürliches Antidepressivum – wenngleich seine Wirkung nicht zuverlässig belegt ist. Die Einnahme des Krautes in Form von Tee, Kapseln oder Tabletten löst Ängste, lindert nervöse Unruhe und hellt die Stimmung auf. Diese Wirkung ruft das im Johanneskraut enthaltende Hypericum-Extrakt hervor. Es verhindert, dass das Serotonin wieder von den Zellen aufgenommen wird und erhöht dadurch den Serotonin-Spiegel im Körper. Im Gegensatz zu seiner Wirksamkeit sind die Nebenwirkungen des Krautes jedoch wissenschaftlich bewiesen: Es kann nicht nur zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen – beispielsweise die Wirkung der Anti-Baby-Pille außer Kraft setzen – sondern auch zu einer erhöhten Lichtempfindlichkeit der Haut. Solarium und Costa Rica sind während der Johanneskrautkur also tabu. Stattdessen steht ein Arztbesuch auf dem Programm.

Sonnenlicht tanken und freuen
Wer nicht den ganzen Tag zwischen Büro, Konferenzraum, Kantine und Gemeinschaftstoilette pendelt, sondern mindestens eine halbe Stunde Zeit für einen Spaziergänge an der frischen Luft hat, der therapiert seine schlechte Laune auf dem einfachsten Weg – mit Sonnenlicht. Dieses erreicht den Körper übrigens auch an wolkenverhangenen Tagen. Gleichzeitig kommen durch die Bewegung Kreislauf und Stoffwechsel auf Trab, die Müdigkeit verschwindet und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Sie können bei dem Spaziergang den direkten Weg zum Supermarkt Ihres Vertrauens einschlagen, um sich wieder mit Ihrer Lieblingsschokolade einzudecken.

Symptome und häufig Betroffene einer Winterdepression
Unter den typischen Symptome einer saisonalen Depression wie Antriebslosiggkeit, Heißhungerattacken, Traurigkeit, Angstzuständen, Verlust der Konzentrationsfähigkeit und ein gesteigertes Schlafbedürfnis  leiden häufig:

  • Frauen
  • junge Leute
  • Menschen mit hoher Stressbelastung